Day trips from Kyoto & Tokyo: Himeji & Nikko (part 5)

26th February, Himeji. 

Japan’s largest and one of the most impressive and beautiful castles, also called the White Heron because of its elegance and white colour, is the Himeji Castle. It is not only a national treasure, but also a world heritage site. Visiting this castle really did feel surreal at times. 

We stepped out of the Shinkansen train and once we got out of the train station, the castle was already there, just a 10 minute walk straight ahead. It looked small, even as we got closer. Only once we had entered the castle premises, the sheer size of it hit us. And as we walked uphill, it seemed to become larger and larger with each step. 

Japans größtes und eines der beeindruckendsten und schönsten Schlösser, auch weißer Reiher aufgrund seiner Eleganz und der weißen Farbe genannt, ist das Schloss Himeji. Es ist nicht nur ein nationales Heiligtum, sondern auch ein Weltkulturerbe. Das Schloss zu besuchen hat sich ab und zu wirklich surreal angefühlt, so groß wie es ist.

Wir stiegen aus dem Shinkansen Zug und als wir den Bahnhof verließen, war das Schloss auch schon da, einen geraden 10-minütigen Spaziergang entfernt. Es hat klein ausgesehen, sogar als wir uns näherten. Nur als wir dann die eigentlich Schlossumgebung betreten haben, realisierten wir erst wie riesig das Schloss ist. Und mit jedem Schritt, den wir den Hügel hinauf gingen, wurde es größer und größer. 

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I wish we had seen this place during the cherry blossom season, it must look even dreamier. But the walk up was really nice and sunny. 

Ich hätte diesen Ort auch gern zur Zeit der Kirschblüte gesehen. Das muss dann sicher noch traumhafter aussehen. Aber der Weg hinauf war wirlich schön und auch sehr sonnig. 

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The castle is definitely one of the “must visit” places in Japan. I don’t think anyone is able to enter the castle without taking dozens of photos of the castle outside first. Once you enter the castle, beware of the stairs, though. There’s many of them to climb and they are pretty steep and slippery (you have to take your shoes off in the castle). The climb is worth it once you see the fantastic view over Himeji. I read that it can get very crowded, but that was not the case at all for us. It was a really relaxed atmosphere. Sorry for castle photo spam, but this just seemed like the perfect fairytale castle to me!

Das Schloss ist definitiv ein Muss, wenn man nach Japan reist. Ich glaube nicht, dass es jemals irgendjemand geschafft hat, das Schloss zu betreten ohne vorher schon Dutzende Fotos vom Weg hinauf gemacht zu haben. Sobald man aber im Schloss ist, sollte man übrigens auf die Stufen aufpassen. Man steigt sehr viele Stufen hinauf und diese sind ziemlich steil und auch rutschig (man muss die Schuhe ausziehen). Aber das viele Gehen und Stufensteigen ist es wert, sobald man den tollen Ausblick über Himeji sieht. Ich habe gelesen, dass es sehr voll werden kann, aber das war bei uns überhaupt nicht der Fall. Der ganze Ausflug hatte generell eine sehr entspannte Atmosphäre. Tut mir leid für den Foto-Spam, aber das Schloss Himeji erschien mir einfach wie das perfekte Märchenschloss! 

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1st March, Nikko.

Nikko was dreamy. But first I’ll tell you how we got from the 26th February to 1st of March all of a sudden. On the 26th, after our Himeji trip, we got back to Kyoto and visited the Kinkaku-ji temple (also ‘Golden Pavilion’) and then headed back to our hotel to make sure we were ready to leave back to Tokyo the next morning. We had three full days left in Tokyo (and we were very happy to be able to go back there again after a week) before our flight back home. On our last day in Tokyo, which leads us back to the 1st of March, we decided to go on a day trip to Nikko. Unfortunately, our day didn’t start off too well. We had to get up at 5am to catch the earliest train leaving at Asakusa station and realised (once we came out of the hotel) that it was raining really badly (for the first time during our two weeks in Japan!). We stood there, deciding whether to get a taxi or just leave it when suddenly a taxi passed the hotel, saw us standing there and came back to stop in front of the hotel for us. We must have looked really desperate and helpless stood out there in the rain! We hopped on the taxi (which was a cool experience in the end!) hoping that we had enough cash left for it. I’ve never stared at the taxi metre and my watch so anxiously as I did that day! 

We made it in time, though. Thankfully. Then we just had to change trains once after an hour and arrived at around 9am. The train ride to Nikko was very unexpected as the landscapes were totally different than what I was used to from our other journeys in Japan. At times, the closer we got to Nikko, it even looked eerie. 

Nikko war traumhaft. Aber zuerst erzähl’ ich euch, wie wir plötzlich vom 26. Februar zum 1. März gekommen sind. Am 26.2, nach unserem Himeji-Ausflug, sind wir zurück nach Kyoto gefahren, haben den wunderschönen Kinkaku-ji Tempel (auch Goldener Pavillion) besucht und sind dann zurück ins Hotel gefahren, um sicher zu gehen, dass wir für den nächsten Morgen, an dem wir nach Tokio zurückfahren, bereit waren. Wir hatten noch drei volle Tage in Tokio (und wir waren sehr glücklich, darüber, dass wir nach einer Woche Pause Tokio nochmal genießen konnten) bevor wir unseren Flug zurück nach Hause antreten würden. An unserem letzten Tag in Tokio, was uns jetzt zum 1.März bringt, entschieden wir uns einen Ausflug nach Nikko zu machen. Leider hat unser Tag nicht so toll begonnen. Wir mussten um 5 Uhr aufstehen, um den frühesten Zug vom Asakusa Bahnhof zu erwischen und realisierten dann (als wir zum Hotelausgang kamen), dass es schüttete (zum ersten Mal seit unseren 2 Wochen in Japan!). Also standen wir dort im Ausgang und überlegten, ob wir ein Taxi zum Bahnhof nehmen oder es einfach bleiben lassen sollen, als plötzlich ein Taxi am Hotel vorbeifuhr, uns im Ausgang stehen sah, und für uns zurückkam (ohne, dass wir auch irgendein Handzeichen gegeben haben). Wir mussten sicher sehr verzweifelt und hilflos ausgesehen haben! Also stiegen wir ins Taxi (was schlussendlich eine coole Erfahrung war!), betend, dass wir noch genug Bargeld hatten. Ich habe noch nie auf einen Taxameter und meine Uhr so angespannt gestarrt, wie an diesem Morgen! 

Wir waren aber püntlich, glücklicherweise. Dann mussten wir nur einmal nach einer Stunde Fahrt in einen anderen Zug umsteigen und kamen circa um 9 Uhr in der Früh an. Die Zugfahrt nach Nikko war doch sehr überraschend, weil die Landschaften doch sehr viel anders waren, als jene, an die ich von unseren anderen Zugfahrten in Japan gewohnt war. Manchmal, je näher wir Nikko kamen, sah es sogar unheimlich aus. 

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And the closer we got to Nikko, the more snow we saw! It was weird to suddenly end up in a place where it was quite chilly and even snowy. But my god, was it beautiful there. Mountains all around and peace and quiet, barely any cars (or people, for some reason!) and just so peaceful.

Und je mehr wir uns Nikko näherten, desto mehr Schnee haben wir gesehen! Es war komisch plötzlich an einem Ort zu sein, wo es doch eher kühler und sogar verschneit war. Aber, mein Gott, wie schön es dort war! Berge überall, Ruhe und Frieden, fast keine Autos (und Menschen – wieso auch immer!) und generell ein sehr friedlicher Ort. 

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First thing we did (after having breakfast) was get on a bus that would take us straight to the shrines and temples of Nikko – a UNESCO world heritage site. It was weird to go from warm and sunny Tokyo to a bit of snow lying around. You’ll see on the photos. It is stunning there! So peaceful and the shrines and temples are just impressive.

The temple-shrine complex consists of many shrines all set in a really peaceful and beautiful forest. I’ll tell you a bit more about the biggest shrine there called Toshogu Shrine. It was the most impressive for me, although there are so many other, smaller ones around which were just as pretty. All buildings in this complex are full of wood carvings and gold leaf decorations – it is insanely beautiful and unique in Japan.

Das erste, was wir machten (nach einem kleinen Frühstück), war einen Bus zu nehmen, der uns geradewegs zu den Schreinen und Tempeln in Nikko – ein UNESCO Weltkulturerbe – fuhr. Es war komisch nach zwei Wochen plötzlich an einem, wenn auch nur leicht, verschneiten Ort zu sein. Ihr werdet das auf den Fotos noch sehen. Es ist wirklich wunderschön dort! So friedlich und die Schreine und Tempel sind einfach nur beeindruckend. 

Das Tempel-Schrein-Komplex besteht aus vielen Schreinen und Tempeln, die sich alle in einem wunderschönen Wald befinden. Ich erzähl’ euch ein wenig über den größten Tempel dort, den Toshogu-Tempel. Es war der für mich das beeindruckendste Gebäude, obwohl es dort so viele andere, kleinere gab, die genauso schön waren. Alle Gebäude in diesem Komplex sind übrigens voll mit Holzschnitzereien und Blattgold dekoriert – dieser Ort ist wirklich wahnsinnig schön und einzigartig in Japan. 

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You first see the Torii gate and once you enter you will pass the impressive, with gold leaf covered, Yomeimon gate – also called “higurashi-no-mon” which means that “one could look at it until sundown, and not tire of seeing it” (how beautiful is that!).

Zuerst sieht man das traditionelle Torii-Tor und sobald man das Gebiet des Toshogu-Tempels betritt, geht man durch das beeindruckende, mit Blattgold versähte, Yomeimon Tor – auch “higurashi-no-mon” genannt, was so viel bedeutet wie “man kann es bis Sonnenuntergang ansehen, und nicht müde davon werden” (wie schön ist das!). 

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Behind it is where the main shrine building is located. It consists of the praying hall and main hall. It was amazing because we could actually go inside the praying hall that was built in the 1600s. It looked so old. I’m still amazed at how good the preservation must be if it can be kept perfectly intact (even paintings and gold leaf on the wall are still there) but at the same time keep the ancient look. It doesn’t look renewed or restored at all. Unfortunately, we were not allowed to take any photos from the inside of the shrine. I kind of like this, actually. It’s one memory and feeling I can only treasure in my mind without having a picture of it, which makes it even more precious.

Hinter dem Tor ist schon das Hauptgebäude des Tempels. Es besteht aus einem Gebetsraum und einer Haupthalle. Es war wirklich toll das zu sehen, weil wir auch in den Gebetsraum, der im 17. Jahrhundert gebaut wurde, hineingehen konnten. Es hat so alt ausgesehen. Ich bin immer noch erstaunt darüber, wie sie es schaffen das alles perfekt zu erhalten (sogar die Wandgemälde und das Blattgold sind noch zu sehen), aber gleichzeitig auch dieses alte, antike Aussehen zu bewahren. Es hat überhaupt nicht “restauriert” oder erneuert ausgesehen.  

Leider durften wir im Inneren des Tempels keine Fotos machen, was mir eigentlich auch gut gefallen hat. Es ist jetzt zu einer Erinnerung und Gefühl geworden, das ich nur in meinem Kopf abrufen kann ohne ein Foto davon zu haben, was es irgendwie noch wertvoller macht. 

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The beautiful five-story pagoda was built in 1650 but burned down during a fire and rebuilt in 1818. Still so old! Each storey actually stands for an element: earth, water, fire, wind and aether.

Die wunderschöne 5-stöckige Pagode wurde im Jahr 1650 erbaut und ist während eines Feuers zerstört worden, aber in 1818 wieder errichtet worden. Trotzdem schon so alt! Jeder Stock steht übrigens für ein Element: Erde, Wasser, Feuer, Wind und Akasha (fünftes Element in der indischen Philosophie).

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After walking around in this shrine complex, we went on to find the famous Shinkyo bridge (“sacred bridge”). It was built in 1636 and until 1973 it was actually not accessible to the general public. Today visitors are allowed to walk across the bridge and back for an entrance fee, though.

Nachdem wir durch das ganze Tempel-Schrein-Komplex geschlendert sind, haben wir uns auf die Suche nach der berühmten Shinkyo-Brücke (“heilige Brücke”) gemacht. Sie wurde 1636 gebaut und bis 1973 durfte sie auch keiner betreten. Heute dürfen Besucher die Brücke betreten, jedoch gegen eine kleine Eintrittsgebühr. 

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According to a legend, around 766 the priest Shodo tried to cross the Daiya river but he and his followers were unable to do so because of the heavy water flow, so the priest started to pray. Then the God of the River, Jinja-Diao, appeared before him and told him that he is going to help him cross. So he released the snakes which he had twisted around his arm and they transformed into a rainbow-like bridge.

Einer Legende nach, versuchte der Priester Shodo im Jahr 766 den Daiya Fluss zu überqueren, was ihm jedoch nicht gelang aufgrund des starken Stromes. Also begann er zu beten. Daraufhin erschien der Gott des Flusses, Jinja-Diao, vor ihm und versprach ihm zu helfen. Er befreite die Schlangen, die seinen Arm umschlangen und verwandelte sie in eine regenbogen-ähnliche Brücke. 

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Fun fact: When I took this picture of the bridge, we felt (after a short warning siren that had gone off a minute before), our first, stronger earthquake (twice in a row)! We were both really amazed at having felt our first earthquake in Japan. What was even weirder though, was all those Japanese people walking around as if nothing had happened! I suppose they must be used to it, as they didn’t seem to think twice about the siren going off either. 

Fun fact: Als ich das Foto von der Brücke machte, spürten wir (nach einer kurzen Warnsirene) unser erstes, stärkere Erdbeben (zwei Mal hintereinander)! Wir waren beide total verblüfft und erstaunt darüber, dass wir das erste Erdbeben in Japan zu spüren bekamen. Was aber noch seltsamer war, war, dass all die Japaner weiter herumgingen, als wäre nichts passiert! Ich nehme an, sie müssen daran gewöhnt sein, da sie auch überhaupt kein Interesse an der Sirene zeigten. 

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After this little adventure, we just walked around town for a bit, grabbed something to eat and then went back to the train station to head back to Tokyo. It was a very adventurous, but amazing day from start to end. If you’re in Tokyo, please don’t miss out on visiting Nikko – you won’t regret it. 

Nach diesem kleinen Abenteuer, spazierten wir noch etwas durch die Stadt, aßen etwas, und gingen dann zum Bahnhof, um unseren Zug zurück nach Tokio nicht zu verpassen. Es war ein wirklich abenteuerreicher, aber toller Tag von Anfang bis Ende. Wenn ihr in Tokio seit, lasst euch Nikko bitte nicht entgehen – ihr werdet es nicht bereuen! 

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2 Comments Add yours

  1. chantellechl0ex says:

    i really want to visit japan one day (when i’m not a student and can afford it), it looks so beautiful !!!

    Liked by 1 person

    1. verilesr says:

      It really is beautiful! I’m sure you’ll get to visit it one day! 🤗 Thanks for reading! ☺

      Liked by 1 person

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