and I could see for miles, miles, miles.

Imagine walking up a hill. It’s exhausting and you’re focused on making it to the top as quickly as possible so that you can finally relax and enjoy the view – after all this is why you decided to do that hike for in the first place. Now imagine stopping in the middle of your hike, not feeling any rush to get to the top, turning around and seeing something you would not have expected to see at all. You thought this would await you at the top, but it’s been behind you all the time. You see how breathtakingly beautiful the view is and how incredibly magnificent nature is. You feel tiny compared to what you’re seeing. You are in awe, taking everything in and realising how small you actually are compared to the wonders of our earth. As Bon Iver in his beautiful song ‘Holocene’ describes: it’s in that moment that you can see for miles. And maybe not only literally, but also figuratively – maybe it’s in that one moment you may see and experience things about yourself or life that you haven’t before.

“And at once I knew I was not magnificent
Strayed above the highway aisle
Jagged vacance, thick with ice
And I could see for miles, miles, miles”

Isn’t it weird how in one moment we can realise how tiny we are and how magnificent and powerful our earth actually is but at the same time we don’t let this awareness intimidate us. We keep on living our lives, knowing that even though we may be tiny, even a tiny speck in this huge universe we live in, we still have the power to change things. We feel powerful and tiny up there – both at the same time. We feel tiny because we’re looking at something so beautiful and magnificent that we simply cannot grasp, and powerful because we are able to experience life amongst this magnificence and also because in the back of our minds we know that we will be and feel bigger again once we climb down from the mountain.

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At the same time, on that top of the mountain, for a short moment in time, we grasp how tiny all the problems we have seem now because we see how magnificent nature is compared to us. Back down, on the ground, they get bigger again and start going back to giving us a hard time again – and that’s normal. But every now and then, it can be liberating to feel as though your problems are gone or at least so much smaller than they seem on the ground.

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Maybe this is what it’s all about? Maybe feeling so tiny up there, lets us realise how big and important each and every one of us is back down on the ground? Maybe sometimes we need this kind of wake-up call, to help us get back on our feet and feel powerful and in charge of our lives again once we’re back down from that mountain. We have our problems, hardships, failures, losses, and fears but isn’t it weird how humans work? With all these things on our minds every day, we can still be happy, enjoy those special moments in time, admire life and nature with all its beauty. That’s what it’s all about, I suppose.

“Life is amazing. And then it’s awful. And then it’s amazing again. And in between the amazing and awful it’s ordinary and mundane and routine. Breathe in the amazing, hold on through the awful, and relax and exhale during the ordinary. That’s just living heartbreaking, soul-healing, amazing, awful, ordinary life. And it’s breathtakingly beautiful.”

German version

Stell’ dir vor, du gehst gerade einen Hügel hinauf. Es ist anstrengend und du konzentrierst dich darauf, es so schnell wie möglich an die Spitze zu schaffen, damit du endlich enstpannen und die Aussicht genießen kannst – immerhin war das der Grund, wieso du dich überhaupt entschieden hast, diese Wanderung zu machen. Jetzt stell’ dir vor, du stoppst mitten in deiner Wanderung. Du hast es nicht eilig, du drehst dich um und siehst etwas, das du überhaupt nicht erwartet hättest zu sehen. Du dachtest, das würde dich erst an der Spitze erwarten, aber es war die ganze Zeit über hinter dir. Du siehst wie atemberaubend schön die Aussicht ist und wie unglaublich überwältigend die Natur ist. Du fühlst dich klein, verglichen mit dem, was du siehst. Du bewunderst es, nimmst alles in dich auf und realisierst wie klein du eigentlich bist im Gegensatz zu den Wundern unserer Erde. Wie Bon Iver in seinem wunderschönen Lied “Holocene” beschreibt: es ist dieser Moment, in dem du meilenweit sehen kannst. Vielleicht sogar nicht nur wortwörtlich, sondern auch metaphorisch – vielleicht ist es dieser Moment, in dem du Dinge über dich selbst sehen und erfahren kannst, von denen du vorher nichts wusstest.

“And at once I knew I was not magnificent
Strayed above the highway aisle
Jagged vacance, thick with ice
And I could see for miles, miles, miles”

Ist es nicht komisch, wie wir in einem Moment realisieren können, wie klein wir sind und wie überwältigend und mächtig unsere Erde eigentlich ist, aber wir gleichzeitig nicht zulassen, dass uns diese Erkenntnis einschüchtert? Wir leben einfach unsere Leben weiter, wissend, dass wir zwar klein sein mögen, vielleicht sogar nur ein kleiner Punkt in diesem riesigen Universum sind, aber wir trotzdem die Macht haben, Dinge zu ändern. Wir fühlen uns mächtig und winzig dort oben – beides zur gleichen Zeit. Wir fühlen uns winzig, weil wir etwas so Wunderschönes und Überwältigendes sehen, aber nicht begreifen können. Wir fühlen uns groß, weil wir das Privileg haben das Leben inmitten all dieser Schönheit erleben zu können und, weil wir im Inneren wissen, dass wir uns wieder viel größer fühlen werden, als wir es hier oben sind, sobald wir von diesem Berg hinabsteigen.

DSC_0056_5Gleichzeitig, an der Spitze dieses Berges, in einem kurzen Moment, begreifen wir wie klein unsere Probleme hier oben scheinen, weil wir sehen, wie überwältigend groß Natur ist, verglichen mit uns. Zurück am Boden, werden sie wieder größer und uns manchmal weiterhin das Leben schwer machen – und das ist normal. Aber ab und zu, kann es befreiend sein, zu denken, dass unsere Probleme verschwunden sind oder zumindest so viel kleiner sind, als sie uns unten immer erscheinen.

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Vielleicht ist es das, worum es geht? Vielleicht hilft uns das ‘Sich-Klein-fühlen’ dort oben, zu verstehen wie groß und wichtig jeder einzelne von uns zurück am Boden ist? Vielleicht brauchen wir manchmal diesen Weckruf, der uns hilft wieder auf die Beine zu kommen, uns groß zu fühlen und zu wissen, das unser Leben in unserer eigenen Hand liegt, sobald wir wieder von diesem Berg hinunterkommen. Wir haben unsere Probleme, Nöte, Misserfolge, Verluste und Ängste, aber ist es nicht komisch, wie Menschen funktionieren? Mit all diesen Dingen, die uns jeden Tag beschäftigen, schaffen wir es trotzdem stark zu sein, glücklich zu sein, diese besonderen Moment zu genießen, das Leben und die Natur mit all ihren Schönheiten zu bewundern. Wahrscheinlich ist es das, worum es im Grunde geht.

“Das Leben ist toll. Und dann ist es schrecklich. Und dann ist es wieder toll. Und zwischen dem Tollen und Schrecklichen, ist es gewöhnlich, banal und Routine. Atme das Tolle ein, stehe das Schreckliche durch, und entspanne und atme während des Gewöhnlichen aus. Das ist einfach das lebendige, herzzereißende, entspannte, tolle, schreckliche, gewöhnliche Leben. Und es ist atemberaubend schön.” (frei übersetzt)

Bildschirmfoto 2017-11-02 um 11.17.40

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9 Comments Add yours

    1. veronikalesr says:

      Thank you!! Love your posts by the way! 😊

      Liked by 1 person

      1. I’m new here so idk very good how it works 🙂

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      2. veronikalesr says:

        I’m quite new at this as well 🙂 But you’ll get the hang of it very soon, don’t worry! Your posts are interesting 🙂

        Liked by 1 person

      3. Thank you dear 😇

        Liked by 1 person

  1. Wunderschön geschrieben 😉 Und so wahr!

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    1. veronikalesr says:

      Dankeschön!! 🤗😊

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  2. Sarah says:

    Beautiful ❤❤❤

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    1. veronikalesr says:

      Thank you so much! 💕 xx

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